UEFA Futsal Champions League in Armenien
Noch 1 Tag bis zum Start der UEFA Futsal Champions League in Armenien. Der TSV Weilimdorf ist bereits vor Ort und bereitet sich auf das erste Spiel gegen den isländischen Meister aus Reykjavik vor, das am morgigen Mittwoch um 13:00 Uhr deutscher Zeit in der armenischen Hauptstadt Jerewan angepfiffen wird. Vor dem Start sprechen wir mit Daniel Nötzold vom TSV Weilimdorf.
Champions League in Armenien – was bedeutet das für die Mannschaft und den Verein?
Die UEFA Futsal Champions League ist für uns jedes Jahr die Belohnung für die herausragende Leistung in der vorherigen Saison. Es ist eine Ehre unser Land auf internationaler Bühne vertreten zu dürfen und erfüllt jeden einzelnen von uns mit Stolz, am höchstmöglichen Clubwettbewerb teilnehmen zu dürfen, den man als europäischer Futsal Club erreichen kann.
Wie verlief die Vorbereitung auf die anstehenden Spiele?
Die Vorbereitung war in diesem Jahr nicht ganz einfach und leider mussten wir gleich mehrere Rückschläge in Form von Verletzungen hinnehmen. Das ist natürlich alles andere als optimal und stellt uns vor Herausforderungen. Nichtsdestotrotz gehen wir überzeugt in die Spiele und können hier einiges erreichen. Hinter uns liegen intensive Wochen, in Vorbereitung auf die neue Saison. Die Mannschaft ist bereit und wird in den kommenden Tagen alles in die Waagschale werfen.
Die Verletzungen gerade angesprochen – wie ist die aktuelle Kadersituation?
Wenn wir chronologisch vorgehen wollen, haben wir aktuell och Almin Ridzal, der sich von seiner Knieverletzung im vergangenen Oktober erholt und bei uns in der Vorbereitung Schritt für Schritt in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist. Bei Ermin Kojic haben wir im Juli eine Ruptur an der Sehne diagnostiziert bekommen. Auch er ist mehrere Wochen im Trainingsbetrieb ausgefallen und konnte erst in der vergangenen Woche wieder zurück ins Mannschaftstraining. Hajrulla Redzepi erlitt vor zwei Wochen beim DFB-Lehrgang einen Riss am Außenmeniskus und wurde fünf Tage später auch noch Geschädigter in einem Verkehrsunfall und dann haben wir zuletzt auch noch den Ausfall von Davud Vehab, der sich am vergangenen Samstag den Arm gebrochen hat und nach erfolgreicher OP nun auf dem Weg der Besserung ist. Djo Arsovski konnte aus privaten Gründen die Reise nicht antreten, die durchaus legitim sind. Da ist schon ein bisschen was zusammengekommen in den letzten Wochen.
Was bedeutet das jetzt für das Team?
Zuerst einmal bedeutet das viel Arbeit für unsere medizinische Abteilung, die hart gearbeitet hat. Natürlich sind Ausfälle, vor allem verletzungsbedingte, Rückschläge, aber – und das sage ich mit vollem Respekt für die geschädigten Spieler – sie eröffnen auch Chancen und Möglichkeiten für andere Spieler im Kader, den nächsten Schritt zu machen – und einigen trauen wir diesen Schritt zu.
Was dürfen wir in Armenien erwarten?
Wir erwarten drei herausfordernde Spiele. Jede Mannschaft, die an diesem Wettbewerb teilnimmt, hat sich über den Gewinn der nationalen Meisterschaft qualifizieren müssen. Da hat jeder seine Daseinsberechtigung. Wir werden alles geben und müssen ein Stück über uns hinauswachsen – aber das traue ich unseren Jungs zu! Mit dem Gastgeber aus Armenien haben wir ein Team, das mit seiner Nationalmannschaft unter den Top 10 des UEFA-Rangkings steht und wenn wir die Situation bei den Teams richtig beobachtet haben, haben sich alle Mannschaften in Vorbereitung auf die UFCL personell verstärkt.
Auch der TSV Weilimdorf.
Ja, auch wir haben für die Champions League mit Memos Sözer einen Neuzugang. Grundsätzlich spricht es gegen unsere Haltung, gezielt für die UFCL Spieler in den Kader zu bringen. Unser Kader setzt auf Beständigkeit und Vertrauen in die Spieler, die jede Trainingseinheit alles geben und in der nationalen League für uns jedes Spiel mit Herzblut bestreiten. Das ist ihre Belohnung. Memos war in der Vergangenheit einer dieser Spieler. Mit ihm wurden wir 2024 erstmalig auch Meister in der Futsal-Bundesliga. Er kennt unsere Abläufe. Wir kennen ihn. Nachdem sich durch den steigenden Krankenstand und den Ausfall von Arsovski abgezeichnet hat, dass wir allein schon quantitativ auf ein Problem zusteuern, haben wir uns zusammen mit dem Spieler und dem MCH Bielefeld auf einen temporären Wechsel verständigt. Diese Entscheidung ist aus meiner Sicht in dieser Situation vernünftig.
Für alle Interessierten wird es die Spiele auf DFB.TV und auf YouTube im Livestream geben. Wie wichtig ist die Unterstützing aus Deutschland?
Weit weg von der Spechtweghalle ist es natürlich nicht ganz so einfach. Daher freuen wir uns über den Rückhalt und das Interesse aus Deutschland. Das kommt bei uns und vor allem bei den Spielern an. Daher auch vielen Dank an alle für die Kommentare, Stories, Mails, Anrufe etc.. Den Rückhalt verspüren wir auch beim DFB, der sich ins Zeug gelegt hat, damit wir die Champions League-Spiele nach Deutschland bringen können – als Futsal-Premiere auf DFB.TV und auf dem YouTube-Kanal unseres Verbandes. Wir haben unseren Kommentator mit eingepackt und am Mittwoch wird er Futsal-Deutschland aus Armenien grüßen – und ich hoffe Futsal-Deutschland ist dabei und schaut die Spiele und unterstützt unser Team.
